In den letzten Monaten war ich weniger „social“, habe weniger gebloggt, getwittert und geteilt. Stattdessen habe ich mehr gelesen. Um mich auf mich selbst zu besinnen, habe ich meine Social Media Aktivitäten zurückgefahren. Dabei haben mir einige Bücher gute Dienste geleistet – unter anderem „Wer bin ich, wenn ich online bin…“ von Nicholas Carr. Warum ich das erzähle? Weil ich glaube, dass jeder Internet-Nutzer von der Lektüre dieses Buches profitieren könnte.
Dann geht es Ihnen wie mir. Weiterlesen »
So, bevor ich mich jetzt in die Weihnachtsferien verabschiede, habe ich noch eine Stunde für den Jahresrückblick. Was waren die (beruflichen) Dinge, die mich im vergangen Jahr am meisten bewegt haben?
Wir bauen eine Monster-Website für Schäfer Werke – mit allem Pipapo sowie einem Magento-Shop und haben dafür 3 Monate Zeit. Na, dann mal los. Für mich das erfolgreichste Projekt des Jahres. Jetzt kann es also nur noch abwärts gehen? Von wegen, denn auch mit dem Relaunch der Rittal-Website haben wir ein Projekt am Laufen, dass uns das ganze Jahr lang beschäftigt hat.
Nachdem ich mir 3 Jahre lang den Mund fusselig geredet habe, ist Social Media jetzt tatsächlich auch bei B2B-Unternehmen angekommen. Und sogar in Krankenhäusern – auch wenn sich PR-Leute mit dem Kontrollverlust noch sehr schwer tun. Außerdem lässt man mich einen Ignite-Vortrag halten. Selbst Schuld! Ich entscheide mich für eine selten dämliche Brille und das Motto „Twitter ist doof“.
Ich besuche das Web Content Forum und nerve Thomas Knüwer, interviewe Ulrike Lange und blogge und twittere live von der Verantstaltung. Das hat ziemlichen Spaß gemacht.
Ich verliere mein iPhone – mein Kontakt-Mail-Termin-Verwaltungs-Mini-Computer-Hirn. Was soll ich nur machen? Nach ein paar Tagen Panik beschließe ich die Sache auszusitzen und berichte anschließen über diesen Entzug. Außerdem schreibe ich den erfolgreichsten Blog-Artikel des Jahres – über einen Aprilscherz. Was sagt mir das. Hat Sascha Lobo am dicken Ende doch noch Recht?
Ich habe meine erste Buch-Rezension veröffentlicht – über PR im Social Web. Sollte man öfters machen. Denn so kommt man rubbeldikatz auch mit den Autoren ins Gespräch. (Wie die Kommentare zeigen.) Nette Leute.
Wir gewinnen in kurzer Zeit mit PMD Tech, EKS Engel und Walther Henrich mehrere tolle Neukunden. Außerdem stoßen wir mit unserem langjährigen Kunden EJOT ein Mega-Projekt an. Da wir zurzeit noch in der Umsetzungsphase sind darf ich darüber natürlich noch nicht so viel bloggen.
Google bringt ein Social Network raus und die Blogosphäre steht Kopf. Auch meine eigenen Social Media Plattform geht in die Offensive und führt neue Community-Funktionen ein. Ist das wirklich schon ein halbes Jahr her? Seltsam ruhig geworden um Google+. Findest du nicht auch?
Dieser Monat steht im Zeichen der Region: Mein Brötchengeber traut sich an ein paar Themen ran, die hier im Siegerland heiß umstritten sind. Eins davon ist die Route 57. Über das andere werde ich im nächsten Jahr mehr berichten. Außerdem kommen zwei Siegen-Apps ins Radio, an denen ich nicht ganz unbeteiligt bin.
Was für ein Monat! Jetzt bloggen auch schon die Azubis von unseren Kunden! Außerdem fange ich einen öffentlichen geführten Streit mit einem meiner Lieblings-Blogger an, oute mich und verunglimpfe die Dmexco-Redner. Ein bisschen Shitstorm muss auch mal sein.
Facebook bestimmt die Schlagzeilen. Anfang Oktober wird die Facebook-Timeline angekündigt Jetzt kommt sie endlich auch nach Deutschland. Was B2B-Unternehmen mit/für/gegen das größte Social Network machen sollen, können, dürfen? Erst mal diesen Anti-Facebook-Text lesen und Tee trinken.
Der trockenste November aller Zeiten und ich muss einen SEO-Workshop vor den Staples Online-Händlern halten. Na, bravo. Nutze die Gelegenheit, mal ein paar SEO-Tipps und Tricks in einer Präsentation zu sammeln. Die kommt so gut an, dass ich da demnächst wieder hin muss. Dass nennt man wohl „übers Ziel hinausschießen“.
Mein Reime-Blog hat über 27.000 Besucher in einem Monat und Wachstumsraten von knapp 50 %. Warum? Weil ich bei Google unter dem Suchwort Weihnachtsreime ganz gut gelistet bin. SEO lohnt sich also doch. Selbst wenn man nichts zu verkaufen hat.
In diesem Sinne wünsche ich allen conception Blog-Lesern ein entspanntes Fest mit möglichst wenig Weihnachtsstress.
Ich freue mich auf 2012!
Wie soll ein Unternehmen, das Schweißstromquellen und Anlagen für die Schweißautomatisierung herstellt, das Thema Social Media anpacken? Was ist der richtige Social Media-Mix? Worauf muss man achten? Wo muss investiert werden? Die Verantwortlichen wollten es genau wissen und haben conception mit der Durchführung eines maßgeschneiderten Workshops beauftragt.
In mehr als vier Stunden zeigte Sean Kollak, Social Media-Experte bei conception, anhand vieler Online-Anwendungen live und anschaulich, wie sich ein Unternehmen im unübersichtlichen Dickicht von möglichen Aktivitäten zurecht finden kann. Zusammen mit Führungskräften aus Marketing, Vertrieb, IT und Personalwesen wurden die Grundlagen für eine Social Media-Strategie für Cloos erarbeitet.
"Wir haben jetzt einen sehr guten Überblick , wissen, worauf wir uns konzentrieren sollten und welche Schritte zu tun sind.", so Detlev Brühl, Marketing-Verantwortlicher bei Cloos. Sean Kollak wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Maßnahmen in den sozialen Medien auch einen Paradigmen-Wechsel im Unternehmen erfordern. Es müsse der Wunsch nach Kommunikation und Dialog vorhanden sein. Man müsse Ressourcen schaffen und die Kommunikationsgeschwindigkeit erhöhen wollen.
Fazit des Workshops: Auch für B2B-Unternehmen bieten die sozialen Plattformen gute Chancen. Es kommt eben nur darauf an, die individuell richtigen Betätigungsfelder zu identifizieren und "die Dosis" des Engagements passgenau zu definieren.
Gastbeitrag von Sean Kollak im Social Media Magazin
Warum wird man am Meer schneller braun? Wie viele CDs hat AOL in den 90er Jahren verschickt? Ob Allgemein- oder Insiderwissen: Wer bei Suchmaschinen nicht fündig wird, kann zur Informationsbeschaffung digitale Auskunftsdienste nutzen, die auf dem Crowdsourcing-Konzept basieren. Das Erfolgsprinzip der Frage-und-Antwort-Plattformen ist dabei denkbar simpel: Ein Nutzer stellt eine ausformulierte Frage zu einem speziellen Problem an die virtuelle Gemeinde. Im Idealfall hat das für beide Seiten Vorteile. Auf der einen Seite erspart sich der Fragesteller Zeit und Aufwand für die eigenständige Recherche und zapft stattdessen das kumulierte Wissen und den Erfahrungsschatz der Nutzerschaft an. Auf der anderen Seite können sich die Antwortgeber mit ihrer Kompetenz profilieren und ihre Online-Reputation verbessern. Doch oft genug erweisen sich die digitalen Auskunftsdienste als unzuverlässig, denn die Informationen sind subjektiv, die Qualität dürftig und Belege oder Quellennachweise werden meistens nicht geliefert.
Ob Yahoo Clever, Gutefrage oder Wer-Weiss-Was: Frage-und-Antwort-Portale im Internet haben Konjunktur. Am 24. März 2011 hat auch Branchenprimus Facebook offiziell ein Modul eingeführt, mit dem Nutzer Fragen an ihr Social Network stellen können. Dabei sind die digitalen Auskunftsdienste keine Mode-Erscheinung. Im Gegenteil: Wer-Weiss-Was beispielsweise existiert schon seit April 1996. Die Informationsvermittler sind also älter als die Online-Enzyklopädie Wikipedia und können aufgrund des zugrundeliegenden Crowdsourcing-Konzepts zu Recht als Vorreiter des modernen Web 2.0 gelten. Aber wie unterscheiden sich die einzelnen Anbieter und wie nützlich ist die Schwarmintelligenz in der Praxis?
Ich bin ein Mann des (geschriebenen) Wortes. Schon immer. Zuerst habe ich Songtexte und (Liebes-)-Briefe zu Papier gebracht, dann philosophische Aufsätze und fantastische Erzählungen in den Computer getippt, heute poste ich Blog-Artikel, Tweets und Facebook-Kommentare auf externen Social Media-Plattformen. In den letzten 20 Jahren habe ich mir oft gewünscht, dass es eine Anwendung gäbe, auf der ich alle meine (schriftlichen) Gedanken sammeln und sortieren könnte. Eine Plattform, die mir ein Spiegelbild meiner Selbst vorhält, auf der ich mich und meine Entwicklung abbilden und entdecken kann. Mit der neuen Facebook Timeline geht dieser Wunsch jetzt in Erfüllung. Und ich weiß nicht: Soll ich mich darüber freuen oder ist diese Entwicklung zum Fürchten?
Bevor ich versuche, diese Frage zu beantworten, werfen wir einen kurzen Blick auf die ominöse Facebook Timeline.