Die neue Facebook Timeline: Zum Freuen oder Fürchten?

Vom Briefeschreiber zum Blogger zum Biografen

Ich bin ein Mann des (geschriebenen) Wortes. Schon immer. Zuerst habe ich Songtexte und (Liebes-)-Briefe zu Papier gebracht, dann philosophische Aufsätze und fantastische Erzählungen in den Computer getippt, heute poste ich Blog-Artikel, Tweets und Facebook-Kommentare auf externen Social Media-Plattformen. In den letzten 20 Jahren habe ich mir oft gewünscht, dass es eine Anwendung gäbe, auf der ich alle meine (schriftlichen) Gedanken sammeln und sortieren könnte. Eine Plattform, die mir ein Spiegelbild meiner Selbst vorhält, auf der ich mich und meine Entwicklung abbilden und entdecken kann. Mit der neuen Facebook Timeline geht dieser Wunsch jetzt in Erfüllung. Und ich weiß nicht: Soll ich mich darüber freuen oder ist diese Entwicklung zum Fürchten?

Bevor ich versuche, diese Frage zu beantworten, werfen wir einen kurzen Blick auf die ominöse Facebook Timeline.

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Link-Tipps am 29. September

 
Big Facebook ist watching you
 

Facebook sorgt für Furore

Nachdem Amen und die Demxco die letzten 2 Wochen die Link-Tipps dominiert haben, gibt jetzt wieder Facebook den Takt an und hält die Datenschützer in Deutschland auf Trab.

Schreibe deine Facebook-Autobiografie

Christian Henne hat als einer der ersten gezeigt, was man mit der neuen Facebook-Timeline anstellen kann. Letztendlich wird jeder Facebook-Nutzer zum Autobiografen – von der Geburt bis zum Tod wird die gesamte Kommunikation und alle Vorlieben (zum großen Teil automatisch) auf Facebook verewigt. Das hat große Auswirkungen auf die Privatsphäre des Einzelnen sowie die Gesellschaft.

Facebook betrachtet Nutzer-Daten als geistiges Eigentum

Für Facebook sind wir nicht mehr als „Rohstofflieferanten“ für die Werbe-Industrie schreibt Enno Park, während Sascha Lobo noch beschwichtigt, dass das offenherzige Kommunizieren schon seit den Dirndl en vogue ist und dass wir Deutschen mit unserer Panikmache über’s Ziel schießen.   Weiterlesen »

Dmexco 2011 – In Buzz we Trust

 
Pünktlich zur Dmexco - Erstausgabe der Lead Digital
 

Bericht von der Dmexco 2011

Während mein Bericht von der Dmexco 2010 noch mit der euphorischen Überschrift „It’s all about Social Media, Baby“ startete, waren  meine Erwartungen dieses Jahr ziemlich niedrig. Das lag nicht zuletzt an der Social Müdia-Debatte, die Mirko Lange, Thilo Specht (den ich letztes Jahr noch auf der Dmexco interviewen durfte) und Olaf Kolbrück angefacht haben. Auch die Tweets vom gestrigen Tag ließen nichts Gutes erwarten: Übervolle Seminarräume, fehlendes Handy-Netz und schlechte Speaker. Hmm, das hört sich nicht besser an als letztes Jahr oder das Jahr davor. Was sich allerdings besser anhört, das sind die Zahlen…

Online-Werbung legt kräftig zu

Nicht nur die Dmexco hat mit 440 Ausstellern und über 19.000 Besuchern kräftig zugelegt – auch der Branche Online-Werbung geht es blendend, wie die Zahlen vom BMVD eindrücklich belegen. Insgesamt 16 % legt Digitales Marketing im Jahr 2011 zu. Das entspricht einem Wert von über 6 Milliarden Euro! Statt euch mit Zahlen zu langweilen, seht euch einfach die Pressekonferenz an die @gsohn gefilmt hat.

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Link-Tipps zum deutschen Hype-Startup Amen

Blogger-Hype und Leser-Kritik am deutschen Internet-Startup Amen

Liebe Leser,
ich muss mich bei euch entschuldigen. Aus aktuellem Anlass kommen heute keine Link-Tipps zu wirklich wichtigen Social Media-Themen in Deutschland, sondern nur zum neuen „deutschen“ Hype-Startup Amen. Ja richtig gelesen, es nennt sich:  Amen. So sei es.

Das Prinzip von Amen ist schnell erklärt: Jeder Nutzer kann eine kurze, absolute Meinung äußern. Zum Beispiel: „conception-Blog ist der beste Corporate Blog für den deutschen Mittelstand.“ Es gibt nur das Beste oder das schlechteste, sonst nichts. Andere Nutzer bewerten diese Meinungsäußerung gut durch ein „Amen.“ Oder schlecht durch ein „Hell no!“ (Zur Höhle, nein.) Was schreibt also das Netz über Amen?

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Ich lasse mir den Mund nicht verbieten!

Meine Antwort auf den Nörgel-Vorwurf von Martin Weigert

Das ist schon ein starkes Stück: Der bekannte Tech-Blogger Martin Weigert schimpft seine eigenen Leser Nörgler. Warum? Weil einige Leser (wie ich) es gewagt haben, kritische Kommentare zu seiner inhaltsleeren, dafür hype-lastigen Berichterstattung über Amen zu schreiben. Heißt das, wir Leser dürfen jetzt nicht mehr unsere Meinung sagen?

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