Dank einer eitrigen Angina hatte ich letzte Woche Zeit, mich der Lektüre von PR im Social Web. Das Handbuch für Kommunikationsprofis zu widmen. Geschrieben haben es Marie-Christine Schindler und Tapio Liller. Aufmerksam wurde ich auf den PR-Leitfaden übrigens durch eine lobende Rezension der von mir geschätzten Medienjournalistin Ulrike Langer, die ich per RSS-Feed erhielt. (Auch ein Beispiel für erfolgreiche PR-Aktivität im Social Web.)
Genug der Vorrede: PR im Social Web ist nicht nur für internetausdruckende Hauptstadtjournalisten, sondern auch für erfahrene Social Media Nutzer ein Gewinn. Warum? Weil es nicht mit dem (offensichtlich reichlich vorhandenen) Insiderwissen protzt, sondern die einzelnen Facetten des Social Web im Hinblick auf die Öffentlichkeitsarbeit strukturiert aufschlüsselt – und dabei auf Marketing-Chinesisch weitestgehend verzichtet. Dennoch überrascht das Buch einen gestandenen Texter wie mich immer wieder mit Bonmots, die wichtige Erkenntnisse des Social Media Phänomens in klarem Deutsch auf den Punkt bringen. Hier ein paar Leckerbissen:
Youtube, Twitter, Facebook, Xing – das sind für die Krones AG keine Böhmischen Dörfer, sondern Kanäle, über die sie den Dialog mit ihren Kunden suchen, sich als Arbeitgebermarke präsentieren oder auch einfach nur zuhören und Feedback sammeln. Darüber hinaus werden alle Multimedia-Inhalte in moderner Form im Krones Magazin und alle aktulle Nachrichten gebündelt in einem Newsroom präsentiert.
Meiner Meinung nach ist das Social Media Engagement von Krones beispielhaft für die B2B-Branche. Es zeigt, wie man auch mit begrenzten Ressourcen viel erreichen kann, wenn man nur lernt, die Geschichten, die tagtäglich im Unternehmen entstehen, "raus" zu lassen.
Tja, so ist das mit den Sozialen Medien: Man kann mit wenig Aufwand viele Menschen erreichen. Wenn man einen Fehler macht, was bei dem schnellen Medium auf Dauer unvermeidlich ist, bekommen das natürlich auch umso mehr Menschen mit.
Heute ist unserem Regierungssprecher Steffen Seibert ein solches Missgeschick passiert. Seit einiger Zeit twittert dieser trotz Widerstand der Hauptstadtjournalisten mit großem Erfolg. Heute ist ihm allerdings ein folgenschwerer Vertipper unterlaufen.
Er geht mit dem Fehler aber ganz cool um und schickt einfach eine Richtigstellung hinterher. Weiterlesen »
Ich sitze seit 14 Uhr im Qualitel Hotel in Wilnsdorf und lausche dem Vortrag von Patrick Schulte, der heute über Soziale Netzwerke referiert. In den ersten 2 Stunden hat er Facebook vorgestellt. Ab jetzt wird live gebloggt. Habe leider kein Handy dabei, um Fotos zu machen. Die werden nachgereicht.
25 Teilnehmer sind zu dem Social Media Workshop von Patrick Schulte, Geschäftsführer der Internetagentur billiton, erschienen. Das Publikum ist gut gemischt. Hier sitzen Unternehmensberater z.B. von Ochel Consulting, Startups aus dem Siegerland wie Billomat, etablierte Unternehmen wie Druckhaus Kay oder Gontermann und Peipers, sogar Vertreter der Stadt Siegen und der Südwestfalen-Agentur haben sich eingefunden.
Anfang des Jahres gab es einen riesigen Hype um Quora. Die Meinungsmacher im Web wie Mashable, Scobleizer und Techcrunch überschlugen sich mit Lobeshymen. Nur 2 Jahre nach dem Online-Gang wird die Frage-und-Antwort-Plattform bereits mit 86 Millionen Dollar bewertet – ohne ein erkennbares Geschäftsmodell! Und ein Raunen geht durch die Social Media Community: Ist Quora die Zukunft des Bloggens? Ist Quora das bessere Wikipedia? Zeit für die Gegenfrage: Was ist eigentlich so besonders an Quora?