Mitte Februar ist der B2B Online Monitor 2011 erschienen – und hat in der Blogosphäre nur ein müdes Gähnen hervorgerufen. Dabei sind die Ergebnisse der Umfrage von insgesamt 220 Kommunikationsverantwortlichen eine schallende Ohrfeige für die gesamte B2B-Branche. So heißt es im Executive Summary:
„Das Internet ist immer noch mehr Informationsquelle als Kommunikationsmedium, und durch mangelnde Dialogbereitschaft liegen Potenziale gerade in den Social Media brach.“ Autsch.
Thomas Pleil kommentiert die ernüchternden Ergebnisse des B2B Online Monitors mit den Worten: „Der Untertitel Verantwortliche zwischen Wunsch und Wirklichkeit passt nahtlos zu meinen Eindrücken.“ Karsten Füllhaas spricht von einer „hohen Diskrepanz zwischen persönlicher Nutzung [...] und dem Einsatz im Unternehmen.“ Und Uwe Knaus, der bei der Daimler AG für den Corporate Blog und die Social Media Strategie verantwortlich ist, bringt es noch trockener auf den Punkt.
Deutsche B2B-Unternehmen werden im Jahr 2010 voraussichtlich 20 Prozent ihres Marketingbudgets in Internetaktivitäten investieren. Fast doppelt so viel wie 2008. Diese Zahlen ermittelte eine internationale Studie zum Einsatz von Internet und Web 2.0 in B2B-Unternehmen.
B2B-Unternehmen waren jahrzehntelang von persönlichen Beziehungen, Empfehlungen und Direktmarketing geprägt. Mit den neuen, interaktiven Kommunikationsmöglichkeiten im Netz, die unter dem Schlagwort Web 2.0 zusammengefasst werden, ändert sich die Markenführung jedoch nachhaltig. Nur Unternehmen, die auch online den direkten Dialog mit Kunden und Interessenten suchen, können langfristig erfolgreich sein. Das gilt auch für die Hidden Champions aus der B2B-Branche.
Durchgeführt wurde die bisher umfangreichste internationale Studie vom wob Partnernetzwerk BBN The Business Branding Network in Zusammenarbeit mit der Benchmark Group. Matthias Specht, Geschäftsleiter wob Digital fasst die Ergebnisse zusammen: „Vor allem mit dem Wandel der Kommunikation durch Social Media wird traditionelle Werbung immer mehr ersetzt durch ‚Beziehungen’ mit dem Kunden, den Interessenten und den sonstigen Stakeholdern. Eine der zentralen Aufgaben des B2B-Marketing besteht deshalb darin, über einen kontinuierlichen Dialog vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen und zu pflegen.“ Für diesen Dialog ist das Web 2.0 geradezu prädestiniert.
Bei den kleinen Fotos, die in unserem Corporate Blog neben den Kommentaren eingeblendet werden, handelt es sich um so genannte Gravatare. Das Wort ist ein Akronym aus dem Englischen (Generally Recognized Avatars) und bedeutet, dass dein Avatar allgemein anerkannt ist. Auf der englischsprachigen Website www.gravatar.com kannst du kostenlos Gravatare erstellen – und hier erhältst du eine kurze Anleitung, wie’s geht. Auf Deutsch und für lau.
Geh auf Gravatar.com und klick auf „Create a new account“, um dich anzumelden. Wie üblich muss ein Nutzername, eine gültige E-Mail-Adresse und ein Passwort angeben werden. Dann wird eine Bestätigungsmail mit einem Link an die angegebene E-Mail-Adresse gesendet. Weiterlesen »
Warum sollte ein B2B-Unternehmen bloggen? Ganz einfach, um einen direkten Dialog mit den Kunden zu führen. Dabei ist die Beteiligung der Mitarbeiter von entscheidender Bedeutung. Denn im Gegensatz zur klassischen Website ist der Corporate Blog authentisch, aktuell und interaktiv. Und genau diese Bereitschaft, sich auf einen echten Dialog einzulassen, mit Käufern und Kritikern ein Gespräch auf Augenhöhe zu führen, wird im Mitmach-Web immer wichtiger. Darüber hinaus bietet der Unternehmens-Blog durch das direkte Feedback der Leser großes Potential für Marktforschung und Reklamationsabwicklung.
Worüber wird getwittert? Was gebookmarkt? Welcher Post bekommt die meisten Kommentare? Wissen über aktuelle Online-Diskussionen ist nicht nur für Hersteller von Lifestyle-Produkten und Statussymbolen interessant, sondern auch für deren Zulieferer. Kritik an den eigenen Produkten und Leistungen kann frühzeitig entdeckt und kanalisiert werden. Falschinformationen im Web können durch eigene Informationen korrigiert werden. Aber der Corporate Blog kann nicht nur für den Online-Dialog mit Kunden genutzt werden, sondern auch für das interne Wissensmanagement. Weiterlesen »