Dank einer eitrigen Angina hatte ich letzte Woche Zeit, mich der Lektüre von PR im Social Web. Das Handbuch für Kommunikationsprofis zu widmen. Geschrieben haben es Marie-Christine Schindler und Tapio Liller. Aufmerksam wurde ich auf den PR-Leitfaden übrigens durch eine lobende Rezension der von mir geschätzten Medienjournalistin Ulrike Langer, die ich per RSS-Feed erhielt. (Auch ein Beispiel für erfolgreiche PR-Aktivität im Social Web.)
Genug der Vorrede: PR im Social Web ist nicht nur für internetausdruckende Hauptstadtjournalisten, sondern auch für erfahrene Social Media Nutzer ein Gewinn. Warum? Weil es nicht mit dem (offensichtlich reichlich vorhandenen) Insiderwissen protzt, sondern die einzelnen Facetten des Social Web im Hinblick auf die Öffentlichkeitsarbeit strukturiert aufschlüsselt – und dabei auf Marketing-Chinesisch weitestgehend verzichtet. Dennoch überrascht das Buch einen gestandenen Texter wie mich immer wieder mit Bonmots, die wichtige Erkenntnisse des Social Media Phänomens in klarem Deutsch auf den Punkt bringen. Hier ein paar Leckerbissen:
Das ist doch mal ein Job, der unsere Blog-Leser interessieren dürfte: Die Universität Siegen sucht seit kurzem einen Gruppenleiter für das Marketing. Die Vollzeitstelle in der Presse- und Kommunikationsstelle der Universität Siegen ist zunächst auf zwei Jahre befristet und wird nach Entgeltgruppe 13 TV-L vergütet.
Nicht trödeln. Bewerbungen sind mit der Kennziffer 17/11 bis zum 16. April 2011 an das Personaldezernat der Universität Siegen zu stellen. Nicole Stötzel, Leiterin der Presse- und Kommunikationsstelle, verrät unter der Rufnummer 0271/740-4864 weitere Details.
Alle weiteren Infos findest du auf der Website der Uni Siegen.
So ein Social Media Workshop ist doch eine heilsame Angelegenheit. Man wird wieder geerdet und sieht die Welt aus analogen Augen. Was für den Digital Native selbstverständlich ist – nämlich der Dialog auf Augenhöhe – ist für den Kommunikationsverantwortlichen, der mit Oneway-Kommunikation in Zeitung, PR und Anzeigen groß geworden ist, ein großes Abenteuer. Und er hat Angst. Angst in aller Öffentlichkeit Fehler zu machen. Darum meine rhetorische Frage ins große Web 2.0 hinein: Wie nimmt man diese Angst vor Kontrollverlust?
Hey, was für eine Premiere: Ich blogge!
Wie es dazu kommt?
Ganz einfach, seit gut sechs Wochen bin ich bei conception die neue (und eigentlich auch einzige) studentische Aushilfskraft für den Bereich Text/PR. Jippie! Hier erlebe ich endlich einmal hautnah, wie es in der bunten Werbewelt so zu geht.
Jeden Montag und Dienstag bekomme ich also spannende Einblicke ins Agenturleben und darf die "heiligen Hallen" der Villa Waldrich betreten. Schön. Eine willkommene Abwechslung zum tristen Unialltag, denn hier trifft man nette Kollegen, darf auch an "echten" Projekten teilnehmen und bekommt sogar Kaffee umsonst! Der Traum einer jeden ambitionierten Studentin wird wahr:-)
Und sonst so?
"Viel gelernt" trifft es wohl am besten! Ob Headline, Teaser, PR-, Fließ- oder Fachzeitschriftentext – nichts, was Buchstaben hat, ist mehr vor mir sicher:-) So habe ich auch endlich den conception Blog für mich entdeckt und mir vorgenommen, ihn hin und wieder mit zusätzlichem Content zu füllen.
In Zukunft darf man sich also über die ein oder andere Zeile von mir freuen. Ich hatte sogar schon Anfragen, mich beizeiten über die (natürlich) absolut unentbehrliche Kommunikationsplattform StudiVZ auszulassen.
Man darf also gespannt bleiben..:-)
Nachdem wir in Teil 1 und Teil 2 aufgeführt haben, wie Microblogging unternehmensintern Anwendungen finden kann, geht es diesmal um den externen Nutzen. Nutzen Sie Twitter für Marketing, Monitoring, CRM, Verkauf und Recruiting.
Märkte reden über Marken. Auch über Ihr Unternehmen reden Kunden. Und wenn nicht, dann sorgen Sie wenigstens dafür, dass sie es tun. Kommunikation schafft Markenbindung. Soweit die gute Nachricht. Die schlechte: Nicht jeder redet gut über Sie. Akzeptieren Sie diesen Fakt. Schlechte Publicity ist dabei keineswegs nur eine Nebenwirkung der Web2.0-Erungenschaft. Schon immer gab es Kritiker Ihres Unternehmens. Durch die jüngsten Entwicklungen im Internet haben diese aber eine erheblich größere Reichweite. Da hilft nur eins: Raus aus der Unternehmensfassade und rein in das Abenteuer Menschlichkeit. Reagieren Sie auf Kritik, Fragen und Probleme. Nicht selten werden diese auch im Microblogging-Kosmos verkündet. Seien Sie zur Stelle, wenn der Kunde es verlangt. Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten Twitter & Co. bieten, um Ihr Unternehmen nach außen zu vermarkten. Weiterlesen »