Gastbeitrag von Sean Kollak im Social Media Magazin
Warum wird man am Meer schneller braun? Wie viele CDs hat AOL in den 90er Jahren verschickt? Ob Allgemein- oder Insiderwissen: Wer bei Suchmaschinen nicht fündig wird, kann zur Informationsbeschaffung digitale Auskunftsdienste nutzen, die auf dem Crowdsourcing-Konzept basieren. Das Erfolgsprinzip der Frage-und-Antwort-Plattformen ist dabei denkbar simpel: Ein Nutzer stellt eine ausformulierte Frage zu einem speziellen Problem an die virtuelle Gemeinde. Im Idealfall hat das für beide Seiten Vorteile. Auf der einen Seite erspart sich der Fragesteller Zeit und Aufwand für die eigenständige Recherche und zapft stattdessen das kumulierte Wissen und den Erfahrungsschatz der Nutzerschaft an. Auf der anderen Seite können sich die Antwortgeber mit ihrer Kompetenz profilieren und ihre Online-Reputation verbessern. Doch oft genug erweisen sich die digitalen Auskunftsdienste als unzuverlässig, denn die Informationen sind subjektiv, die Qualität dürftig und Belege oder Quellennachweise werden meistens nicht geliefert.
Ob Yahoo Clever, Gutefrage oder Wer-Weiss-Was: Frage-und-Antwort-Portale im Internet haben Konjunktur. Am 24. März 2011 hat auch Branchenprimus Facebook offiziell ein Modul eingeführt, mit dem Nutzer Fragen an ihr Social Network stellen können. Dabei sind die digitalen Auskunftsdienste keine Mode-Erscheinung. Im Gegenteil: Wer-Weiss-Was beispielsweise existiert schon seit April 1996. Die Informationsvermittler sind also älter als die Online-Enzyklopädie Wikipedia und können aufgrund des zugrundeliegenden Crowdsourcing-Konzepts zu Recht als Vorreiter des modernen Web 2.0 gelten. Aber wie unterscheiden sich die einzelnen Anbieter und wie nützlich ist die Schwarmintelligenz in der Praxis?
So ein Social Media Workshop ist doch eine heilsame Angelegenheit. Man wird wieder geerdet und sieht die Welt aus analogen Augen. Was für den Digital Native selbstverständlich ist – nämlich der Dialog auf Augenhöhe – ist für den Kommunikationsverantwortlichen, der mit Oneway-Kommunikation in Zeitung, PR und Anzeigen groß geworden ist, ein großes Abenteuer. Und er hat Angst. Angst in aller Öffentlichkeit Fehler zu machen. Darum meine rhetorische Frage ins große Web 2.0 hinein: Wie nimmt man diese Angst vor Kontrollverlust?
Gestern habe ich im Rahmen der Global Ignite Week einen Vortrag über Wissensmanagement im Twitter-Format gehalten. Die streng wissenschaftliche Frage, wie viel Wissen sich in 140 Zeichen kommunizieren lässt, habe ich eher humoristisch interpretiert. Seht selbst.
Wer „Reim Werbung“ googelt, findet ganz oben Reimix. Das ist der private Blog unseres Texters Sean Kollak, in dem er nicht nur SEO-Zeugs und Social Media-Gedöns testet, sondern auch ganz brauchbare Kinderreime schreibt. Das findet zumindest der Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Er hat im Rahmen der Initiative „Ein Netz für Kinder“ Fördergelder für den Reime-Blog bewilligt, die genutzt werden sollen, um die lustigen Reime um einige Multimedia-Angebote zu erweitern.
In der offiziellen Pressemitteilung erklärt der Kulturstaatsminister: „Die Schaffung qualitativ hochwertiger Internetangebote ist gerade in unserem digitalen Zeitalter eine unverzichtbare Voraussetzung zur Förderung von Medienkompetenz.“ Weiterlesen »