Youtube, Twitter, Facebook, Xing – das sind für die Krones AG keine Böhmischen Dörfer, sondern Kanäle, über die sie den Dialog mit ihren Kunden suchen, sich als Arbeitgebermarke präsentieren oder auch einfach nur zuhören und Feedback sammeln. Darüber hinaus werden alle Multimedia-Inhalte in moderner Form im Krones Magazin und alle aktulle Nachrichten gebündelt in einem Newsroom präsentiert.
Meiner Meinung nach ist das Social Media Engagement von Krones beispielhaft für die B2B-Branche. Es zeigt, wie man auch mit begrenzten Ressourcen viel erreichen kann, wenn man nur lernt, die Geschichten, die tagtäglich im Unternehmen entstehen, "raus" zu lassen.
Ich sitze seit 14 Uhr im Qualitel Hotel in Wilnsdorf und lausche dem Vortrag von Patrick Schulte, der heute über Soziale Netzwerke referiert. In den ersten 2 Stunden hat er Facebook vorgestellt. Ab jetzt wird live gebloggt. Habe leider kein Handy dabei, um Fotos zu machen. Die werden nachgereicht.
25 Teilnehmer sind zu dem Social Media Workshop von Patrick Schulte, Geschäftsführer der Internetagentur billiton, erschienen. Das Publikum ist gut gemischt. Hier sitzen Unternehmensberater z.B. von Ochel Consulting, Startups aus dem Siegerland wie Billomat, etablierte Unternehmen wie Druckhaus Kay oder Gontermann und Peipers, sogar Vertreter der Stadt Siegen und der Südwestfalen-Agentur haben sich eingefunden.
Anfang des Jahres gab es einen riesigen Hype um Quora. Die Meinungsmacher im Web wie Mashable, Scobleizer und Techcrunch überschlugen sich mit Lobeshymen. Nur 2 Jahre nach dem Online-Gang wird die Frage-und-Antwort-Plattform bereits mit 86 Millionen Dollar bewertet – ohne ein erkennbares Geschäftsmodell! Und ein Raunen geht durch die Social Media Community: Ist Quora die Zukunft des Bloggens? Ist Quora das bessere Wikipedia? Zeit für die Gegenfrage: Was ist eigentlich so besonders an Quora?
So ein Social Media Workshop ist doch eine heilsame Angelegenheit. Man wird wieder geerdet und sieht die Welt aus analogen Augen. Was für den Digital Native selbstverständlich ist – nämlich der Dialog auf Augenhöhe – ist für den Kommunikationsverantwortlichen, der mit Oneway-Kommunikation in Zeitung, PR und Anzeigen groß geworden ist, ein großes Abenteuer. Und er hat Angst. Angst in aller Öffentlichkeit Fehler zu machen. Darum meine rhetorische Frage ins große Web 2.0 hinein: Wie nimmt man diese Angst vor Kontrollverlust?
Am Freitag habe ich bei Kemper einen Social Media Workshop durchgeführt. Damit hat nach Ejot und Hensel nun schon das dritte B2B-Unternehmen in letzter Zeit von mir eine Einführung in die Welt von Facebook, Twitter, Twick.it und WordPress bekommen. Der Trend ist klar: Die Hidden Champions Deutschlands, die mittelständischen B2B-Unternehmen, wollen sich und ihre Arbeitnehmer fit machen für die neuen Kommunikationsaufgaben, die mit dem Social Media Wandel einhergehen. Sie wissen nur noch nicht wie…