Ist es denn zu fassen? Oder wie man 11 Minuten besser füllen kann…

Von Jana Jaeger (BA-Studentin) - 30.03.2009

Mittwochs abends vor dem Fernseher – Tausende von Frauen (und auch Männern, die es aber nicht zugeben werden) gucken Desperate Housewives auf ProSieben. Fasziniert starrt die Meute auf den Bildschirm. Beginnt die Serie doch um viertel nach 8, setzt gegen halb 9 der erste Werbeblock ein. Als bekennender Fan habe ich mir vor einiger Zeit, ein paar Monate dürfte es schon her sein, die Mühe gemacht und die Zeit gestoppt. Haltet euch fest: …elf Minuten, eleven minutes, onze minutes – dauert ein Werbeblock im Abendprogramm. Und damit nicht genug. Es gibt ja schließlich nicht nur einen, NEIN wo denkt ihr hin?! Gleich 2 Werbeblöcke – wieso auch nicht? Machen wir aus der Sendezeit, die eine Stunde beträgt doch einfach mal 40  – nein 38 Minuten und schieben somit 2 Werbeblöcke á 11 Minuten dazwischen.

Gut und schön, so verdienen die schließlich ihr Geld und als jemand der sich für Werbung begeistern kann, hab ich auch gar nichts dagegen, aber BITTE lasst es doch dann auch gute Werbung sein. Wie oft hab ich mir gewünscht in den Fernseher zu springen und das Kik T-Shirt mit eigenen Händen zu zerreisen. Und wie schlecht ist bitte „Vertrau Pink – Vergiss Flecken“? Geht’s noch? Das grenzt an Körperverletzung durch Reizüberflutung. Ist denn niemand mit mir der Meinung, dass man endlich dieses klischeehafte „Wir helfen Hausfrauen, die sich nicht selber helfen können“ aufgeben sollte? Das Gleiche gilt für „Eis Eis Pinguin“ oder „Nimm Zwei“. Ich hoffe die armen Kinder, die in dem Spot mitspielen, wurden gut bezahlt…Ach und liebe Leute, wenn man sich schon amerikanischer Werbung bedient, dann synchronisiert man sie doch bitte wenigstens ordentlich.
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